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| Wo ist die "Erde II" |
von FOCUS-Redakteur Michael Odenwald:
Astronomen sind überrascht: Entgegen ihrer bisherigen Annahme sind
ausgerechnet Planeten mit erdähnlicher Masse besonders häufig.
Vermutlich existiert im All viel mehr Leben als gedacht.
Für die Planetenjäger war 2011 das bislang erfolgreichste Jahr. In
diesem Zeitraum erhöhte sich die Zahl der bekannten Exoplaneten von rund
500, die seit 1995 gefunden wurden, auf heute 716. Dazu gibt es über
2300 Kandidaten, also Trabanten ferner Sonne, auf die es Hinweise gibt,
deren Existenz aber noch nicht bestätigt wurde. Die aufregendsten Funde
verdanken die Himmelsforscher dabei dem Kepler-Weltraumteleskop der
US-Raumfahrtbehörde Nasa. Es nimmt einen Himmelsabschnitt in den
Sternbildern Leier und Schwan ins Visier. Seine Sensoren registrieren
dabei den leichten Helligkeitsabfall im Sternenlicht, den Planeten
verursachen, wenn sie vor der Scheibe ihrer Sonne vorüber ziehen.
